Hintergrund

Das neue Google-Banner für gelöschte Bewertungen

Stand: Mai 2026 · Lesezeit ca. 4 Min.

Seit dem 26. April 2026 zeigt Google Maps bei deutschen Unternehmensprofilen einen neuen Hinweis direkt unter den Sternen — er nennt die Anzahl der Rezensionen, die innerhalb der letzten zwölf Monate aufgrund von Beschwerden wegen Diffamierung nach deutschem Recht entfernt wurden.

Für Unternehmen, die ihre Online-Reputation pflegen, ist die entscheidende Frage: Was genau fließt in diesen Zähler ein — und was nicht? Die Antwort steht in Googles eigener Dokumentation und ist eindeutiger, als die öffentliche Debatte vermuten lässt.

Was zeigt das Banner?

Das Banner erscheint unter der Sternebewertung und nennt keine exakte Zahl, sondern eine Bandbreite — etwa „6–10 Bewertungen entfernt" bis hin zu „über 250 Bewertungen entfernt". Erfasst werden ausschließlich Entfernungen der letzten 365 Tage. Erfolgreich angefochtene und wiederhergestellte Bewertungen zählen nicht mit.

Wichtig: Das Banner hat keinen Einfluss auf das Ranking in Google Suche oder Maps. Es ist ein reines Transparenz-Signal für Nutzer — kein Sichtbarkeits-Nachteil.

Warum ausgerechnet in Deutschland?

Hinter der Maßnahme stehen die Transparenzpflichten des EU Digital Services Act (DSA) und ein deutsches Phänomen: Rund 99,97 % aller EU-weit wegen Diffamierung gelöschten Google-Maps-Bewertungen stammen aus Deutschland — bei einem Bevölkerungsanteil von etwa 18 %. Deutsche Gerichte setzen eine niedrige Schwelle für die Beanstandung von Rezensionen als ehrverletzend, woraus eine spezialisierte „Lösch-Industrie" aus Kanzleien und Agenturen entstanden ist.

Genau diese juristisch erwirkten Löschungen macht Google nun öffentlich sichtbar.

Was zählt — und was ausdrücklich nicht

Google unterscheidet zwischen zwei völlig getrennten Wegen, eine Bewertung entfernen zu lassen. Nur einer davon erscheint im Banner. In Googles Worten zählt der Hinweis „nur Bewertungen, die nach einer gültigen Diffamierungs-Beschwerde nach deutschem Recht entfernt wurden" — und ausdrücklich nicht solche, die wegen anderer rechtlicher Gründe oder wegen Verstößen gegen die Inhaltsrichtlinien entfernt wurden.

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Juristische Diffamierungs-Beschwerde

Eine Kanzlei beantragt die Löschung mit Verweis auf deutsches Persönlichkeitsrecht — auch bei unliebsamer, aber rechtlich zulässiger Kritik. Dieser Weg trägt die „Lösch-Industrie".

visibilityErscheint im Banner
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Meldung wegen Richtlinienverstoß

Eine Bewertung verstößt objektiv gegen Googles Inhaltsrichtlinien — z. B. Spam, Fake-Reviews, themenfremder Inhalt, Hassrede oder Interessenkonflikt. Die Meldung läuft über Googles eigenen Meldeweg. Das ist der Weg, den Rezensu nutzt.

visibility_offErscheint nicht im Banner

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

Rezensu entfernt keine legitime Kritik per Diffamierungs-Antrag. Stattdessen identifiziert die KI Bewertungen, die objektiv gegen Googles Inhaltsrichtlinien verstoßen, und bereitet die Meldung über Googles regulären Meldeweg vor. Negative, aber faire Meinungen werden bewusst nicht angefasst.

Weil dieser Weg rechtlich von der Diffamierungs-Beschwerde getrennt ist, fallen die so erwirkten Löschungen nach Googles aktueller Dokumentation nicht unter das Diffamierungs-Banner. Du bereinigst echte Regelverstöße — ohne das öffentliche Stigma, das die juristische Lösch-Industrie inzwischen begleitet.

Hinweis: Diese Einordnung beruht auf Googles aktueller Dokumentation (Stand Mai 2026). Google kann seine Praxis jederzeit anpassen. Rezensu erbringt keine Rechtsberatung — maßgeblich ist stets die eigenverantwortliche Prüfung jeder Meldung.

Regelverstöße entfernen — ohne Banner-Risiko

Rezensu prüft alle 12 offiziellen Google-Meldekategorien und meldet ausschließlich echte Richtlinienverstöße. Setup in 3 Minuten.

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Quellen